Scheibengardinen

Scheibengardinen finden wir vor dem Fenster, gelegentlich auch vor einer Glastür. Als Scheibenhänger, Kaffeehausgardine oder Kurzstore werden sie bezeichnet. Sie lassen sich direkt am Fensterrahmen befestigen. Bei Holzfenstern genügen kleine Hakennägel, in die eine kleine, ausziehbare Gardinenstange eingelegt wird. Mit dieser ist es auch kein Problem, die Scheibengardine an die jeweilige Fensterbreite genau anzupassen. Bei Kunststofffenstern verwendet man Klebehaken. Da muss man allerdings auf eine gute Qualität achten, damit sie nicht abfallen oder sich verschieben.

Die Scheibengardine gibt es mit Faltenwurf, aber auch als Flachgardine. Wer möchte, kann die Flachgardine auch am unteren Rand mit Gardinenschiene und Haken am Fensterrahmen befestigen. So kann nichts herumflattern. Das ist am Küchenfenster besonders günstig, wo dies sehr störend und, wenn sie in Herdnähe kommen kann, auch gefährlich werden kann.

Scheibengardinen halten neugierige Blicke von draußen fern. Trotzdem sind sie je nach der gewählten Dichte und dem Faltenwurf mehr oder weniger durchlässig für das Licht von draußen. So hat man ständig eine Gardine vor dem Fenster, ohne dass es im Raum zu dunkel ist.

Verschiedene Ausführungen sind zu haben. Einfarbig weiß, mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Muster, mit einem großen Blumenmuster oder aus Plauener Spitze sind die gängigen Varianten. Doch gibt es die Scheibengardine auch zusätzlich mit farbigen Mustern in großer Auswahl. Und selbst farbige Scheibengardinen sind erhältlich. Besondere Effekte kann man erzielen, indem man zwei Scheibengardinen übereinanderlegt. Doch darf dann nicht zu dicht gewebten Stoff wählen, sonst hat man keine lichtdurchlässige Scheibengardine mehr.

Dazu kommt noch eine ebenso große Auswahl an Formen. Soll der untere Abschluss gerade sein, soll er im Dreieck auslaufen, soll er eine Wellenform aufweisen? Doch auch der obere Abschluss kann unterschiedlich gestaltet werden. Bei der direkt am Rahmen befestigten Scheibengardine kann man mit Schlaufen arbeiten, die selbst wieder einen Kontrast zur Gardine bilden. Man kann die Gardinenstange auch direkt in den Umnäher der Gardine einschieben oder ein Gardinenband benutzen. Noch größer sind die Variationsmöglichkeiten, wenn die Scheibengardine an der Wand oder Decke befestigt wird.